Jahresrückblick 2021

Satirischer Jahresrückblick 2021 - Schicht 24

Liebe Nachbarinnen und Nachbarn,

jenseits von Inzidenzzahlen und Ukrainekrieg geschehen auch die kleinen interessanten und kuriosen Dinge in unserer Nachbarschaft. Wie seit über 10 Jahren, sammeln wir die für Euch und verwursten Sie in einem Jahresrückblick, der Euch hoffentlich auch schriftlich Spaß macht. Denn auch in diesem Jahr war kein Schichtfest  – wir lauern auf das nächste Jahr.

Erinnert Ihr Euch an den spektakulären Unfall, bei dem sich ein Kleinwagen im Klusenweg überschlagen hat? Fast an derselben Stelle wurde das parkende Fahrzeug eines Nachbarn erheblich demoliert, ein Straßenbaum bremste ihn, bevor weiterer Schaden entstand. Der Unfallverursacher fuhr eiligst davon – zwei Nachbarn nahmen die Verfolgung auf; die Spur verlor sich aber, als das auslaufende Kühlwasser alle war. Lange brauchte die Polizei aber nicht zu warten: Der Unfallverursacher brachte sein Fahrzeug in die Werkstatt und bekam dann Besuch von der Polizei.

Mal sehen, wann ein ähnlich spektakulärer Unfall im Westhellweg passiert. Dort wurden einige Boden­schwellen nach der Fahrbahnsanierung nicht mehr erneuert. Das Geld konnte man sich sparen, denn die 30jährige Förderfrist war abgelaufen und so konnten die Bodenschwellen entfernt werden, ohne dass die damaligen Gelder zurückgezahlt werden mussten.

In der Innenstadt tut sich was. Die seit langem leerstehende Kneipe „Alt Schwerte“ soll jetzt doch nicht abgerissen werden, um einen Durchgang für Lauffaule von der Hüsingstraße zur Mährstraße freizuräumen. Nein, das Gebäude wird jetzt renoviert. War es vielleicht der Artikel in den RN über den alten Blechritter und seine Herkunft, die das Interesse am Erhalt des Gebäudes weckten? Der Blechritter war die Bezahlung unseres Heimatkünstlers Montenbruck für einen noch offenen Deckel – er bezahlte gern mit Naturalien. Vielleicht kommen ja noch mehr solcher Schätze zum Vorschein. Fest steht, das Gebäude ist innen größer als angenommen – nachdem nämlich die diversen Schichten alte Tapete und Rigipsplatten, die der laienhaften Begradigung der Wände dienten und vielleicht eine prähistorische Wärmedämmung bildeten, entfernt wurden, wurden die Räume viiiieeel größer.

Die B236 bleibt weiterhin ein Kapitel in unserem Jahresrückblick. Die Baustelle ist etwas weiter gerückt und nachdem es zunächst nur ein Scherz zum 1. April war, ist die Bergstraße inzwischen wieder frei gegeben. Auch die Fußgängerbrücke am Freischütz ist endlich fertig. Wurde auch Zeit, denn die Ersatz-Fußgängerampel war ein Schildbürgerstreich erster Sahne und zudem noch mordsgefährlich. Zunächst wird ein Fußgänger vermutlich einige Zeit an dieser Ampel gestanden haben und auf Grün gewartet haben. Gedankenblase: Ah, in Schwerte dauern alle Rotphasen für Fußgänger etwas länger, kennt man von der Ampel an der Runden Ecke. Nach einiger Zeit wird er vielleicht gedacht haben, mal schauen, ob es doch eine Anforderungsampel ist. Dafür musste er auf die Fahrbahn treten und dann die Ampel umrunden, um auf der Straßenseite den entsprechenden Druckknopf zu betätigen, ohne sich den Arsch abfahren zu lassen.

Ebenfalls am Freischütz, nicht weit von der neuen Fußgängerbrücke: Nicht nur in der Baugrube des inzwischen fast fertiggestellten Extrablatts tummelten sich die Archäologen, um nach Resten des alten Hüsingtores zu suchen. Nein, auch auf der B236 unweit der neuen Fußgängerbrücke am Freischütz waren sie aktiv. Sie suchten nach Resten der alten Straßenbahnlinie von Schwerte nach Hörde. Da der Straßenverlauf aber schon mehrfach leicht geändert wurde, fanden sie ebenfalls nix. Schade um den teuren Hirnschmalz universitärer Archäologen – eine Anfrage im Stadtarchiv Dortmund hätte vielleicht schon für Erhellung gesorgt. Was wird sich wohl auf dem Markt finden, wenn dieser umgestaltet wird – da war ja schließlich die Endhaltestelle dieser Straßenbahnlinie.

Die Umgestaltung des Marktes soll mit Bürgerbeteiligung geschehen. Wir, also die Schwerter Bürger, konnten mitteilen, ob wir lieber beige-graues oder grau-beiges Pflaster präferieren - so ungefähr war der Entscheidungs­spielraum; und mit Begeisterung haben etwa 7 Promille der Schwerter mit abgestimmt. Größer war die Anteilnahme notorischer Lesermailschreiber der RN, die sich wohl an den letzten Song von Gunter Gabriel erinnerten: „Es war nicht alles schlecht, was früher einmal gut war!“ Lasst es doch einfach wie es ist. Und da bekanntlich alles Gute von oben kommt, wird von oben herab

bestimmt, dass die Bäume am Markt gefällt werden. Alle? Nein. Welche? Wird nicht verraten. Warum nicht? Weil der mitbestimmungsberechtigte Bürger nur gegen konkrete Beschlüsse konkret – also rechtlich – vorgehen kann. Gegen geheime aber nicht! Die Bundesrepublik nennt sich schließlich Rechtsstaat. Wäre ja noch schöner, wenn hier jeder meckern oder sogar kritisieren könnte. Dazu später mehr. Was ist nun also mit den Bäumen? Keine Antwort! Frei nach Blindis Dioptritis (nach Seneca mein zweitliebster griechischer Gelehrter) „Ihr werdet schon sehen!“

Weiter geht’s die B236 in Richtung Schwerte. Ein Freitagabend, zum Glück sind coronabedingt nur wenig Fußgänger um diese Zeit unterwegs. Ein LKW-Fahrer tankt an der Shell-Tankstelle und als er nach dem Bezahlen herauskommt ist sein LKW futsch; der hatte sich selbständig gemacht und war die Straße hinab­gerollt. Von den massiven Exponaten des gegenüberliegenden Steinmetzbetriebes wurde der Wagen wie von Panzersperren gestoppt.

Auch weiter in Richtung Innenstadt bleibt die B236 ein Dauerthema. Die Pläne für den Neubau bis zur Ruhrbrücke liegen vor und konnten von den Bürgern eingesehen werden. Beruhigt Euch Leute, uns geht das aus biologischen Erwägungen nix mehr an - ich denke, dass frühestens unsere Urenkel sich mit dem damit verbundenen Baulärm herumschlagen müssen. Schließlich brauchte die DB schon für die Pinselstrich­renovierung der Eisenbahnbrücke an der Römerstraße fast zwei Jahre. Und die B236 führt gleich durch zwei Bahnbrücken! Der Ausbau der oberen B236 oder der Ausbau der Straße Am Eckey brauchten von Planung bis Ausführung mehr als 40 Jahre. Also: Beginn des Ausbaus der B236 durch die Schwerter Innenstadt ca. 2060!

Außerdem gibt es ja nicht immer Stau auf der B236, sonst wäre ein solcher Unfall nicht möglich. Mit erheblicher Wucht – also entsprechender Geschwindigkeit – prallte ein Dortmunder Fahrzeug in Höhe des Marienkrankenhauses gegen einen Baum und spaltete diesen, so dass die Feuerwehr ihn fällen musste.

Bleiben wir noch ein wenig auf der B236, verlassen das Stadtgebiet in Richtung Ergste. Dort hat der Bürgerwille und gesunde Menschenverstand gesiegt! Bis der dort geplante Kreisel tatsächlich gebaut wird, darf die provisorische Baustellenampel an der Kreuzung Letmather Straße/Ruhrstraße stehen bleiben. Provisorien haben bekanntlich ein langes Leben: die provisorischen Ampeln an den Autobahnausfahrten an der B236 waren auch schon abgeschrieben und hatten jede Menge neue Birnen gefressen und ein Menschenleben gefordert, bis sie durch die Baustelle entfernt wurden.

War es ein Zeichen an die Große Politik? Kurz vor der Bundestagswahl ging die Schwerter GroKo nach nur einem halben Jahr wieder auseinander. Auch bei der Bundestagswahl fand sich dann keine GroKo mehr, sondern eine Ampel. Hoffen wir, dass die Chronik der christ-sozialistisch-deutschen-Einheitsbrei ääh Parteien endlich gelocht und abgeheftet werden kann.

Das Winterintermezzo 2020/21 fand erst im Februar 2022 statt und ließ sogar den Mühlenstrang zufrieren. Da blieben die Gretakinder freitags lieber im warmen Klassenzimmer, sie sind ja auch nur gegen Erderwärmung. Der Winter 2021/2022 wird in späteren Jahren als Aprilscherz gehandelt, in der Nacht vom 1. auf den 2. April fielen ca. 10 cm Schnee!  Der Wintereinbruch war nicht ursächlich, sondern ein Brand: Im Februar 2021 gab es in Schwerte einen Mega-Stromausfall, von dem eine kleine Insel in Schwerte nicht betroffen war. Diese Insel war das Schicht 24, wie der Pannensmit am 27.02. feststellte. Folgen des Mega-Stromausfalls: die St.-Viktor-Apotheke muss bis Ultimo geöffnet bleiben, weil das Notstromaggregat zwar die Kassen betreibt, aber die die Türen sich nicht schließen lassen. Aber mit einkaufen sieht es sowieso schlecht aus: die Bankautomaten spucken kein Geld aus und die meisten Geschäfte haben zwar geöffnet, bekommen aber ihre Kasse nicht auf. Verdammte Technik, alles dreht sich! Die Pumpen im Klärwerk laufen nur im Notbetrieb und in einigen Schwerter Kühlschränken wird das Bier warm. Was macht unsere Polizei? Sie steht auf der Bahnhofstraße und blitzt Raser! Das Blitzgerät funktioniert schließlich mit eigenem Strom.

Darf ein Fahrzeug das Raser in der 20-Zone blitzen soll selbst eine Regelübtretung begehen? Ist das dann ein mildernder Umstand oder erhöht sich das Strafmaß? Wer saß am Steuer des Fahrzeugs – ein Polizeibeamter, ein städtischer Ordnungshüter oder eine technische Aushilfskraft mit Sehschwäche? Auf jeden Fall müsste der registrierte Halter des Fahrzeugs einen Bußgeldbescheid für regelwidriges Abbiegen bekommen haben.

Etwas Gutes hat der Stromausfall auch. Ein uraltes Schwerter Öko-Projekt bleibt erhalten. Der Abriss des Windrads auf Gut Böckelühr wurde gestoppt. Zunächst wurde der Abriss einfach wegen des Stromausfalls gestoppt. Aber während der Zwangspause kam man ins Gespräch und das Wort ABBRUCH hatte wenig später eine andere Bedeutung. Andreas Kronfuß – der mit seiner Firma AK Ecostrom bereits Windräder an der Ostseeküste betreibt – kaufte das Windrad und betreibt es weiter. Meine bessere Hälfte hat mir ein gebrauchtes Auto gekauft und betreibt es jetzt auch wirtschaftlich weiter.

Digitalisierung, E-Autos, Licht und Wärme – der Hunger nach Strom ist enorm. Irgendwo muss dieser Strom herkommen. Das hat auch eine Bürgergenossenschaft erkannt, die eines der geplanten Windkrafträder in Ergste kaufen möchte. Auch an einer anderen Stelle in Schwerte wird jetzt Ökostrom produziert; unweit der A1 entstand ein Solarfeld. Apropos Digitalisierung: seit dem letzten Update werde ich vom Navi meines Gebrauchtwagens geduzt; obwohl wir uns erst ein paar Wochen kennen.

Ohne die vielen Ehrenamtler wäre Schwerte ziemlich aufgeschmissen. Ehrenamtler organisieren Stadtfeste, sammeln im Frühjahr Müll, betreiben ein bundesweit anerkanntes Freibad, bewahren Friedhöfe
vor dem Aussterben und sie betreuen Kinder, Alte und Geflüchtete. Und wie wird es ihnen gedankt? Mit viel TamTam wird ihnen die Ehrenamtskarte verliehen, die sie natürlich vorher zu beantragen haben; schließlich müssen sie auch nachweisen, dass sie ehrenamtlich tätig sind. Aber Obacht, Betreuung von Geflüchteten ja – aber bitte keine öffentlichen Äußerungen, wie Behörden ihre Arbeit tun, wenn es um diese Geflüchteten geht. Der Initiator des AK Asyl soll 5.200 € bezahlen, wenn er noch einmal „EINDRINGEN“ sagt, wenn er beschreibt, dass die Behörde nur mittels spezialausgebildeter Fachkraft vom Schlüsseldienst – um brachialere Mittel zu vermeiden - zu nachtschlafender Zeit in die verschlossene Wohnung einer Flüchtlingsfamilie „GEHEN“ konnte.

Verhohnepiepelung einer öffentlichen Anstalt sei viel schlimmer, muss deshalb bestraft und für alle Zeiten unterdrückt werden! So oder so ähnlich äußerte sich Landrat Löhr zu der Kritik an seiner Behörde. 5.200 € ist viel Geld für einen ehrenamtlich tätigen Rentner und so wird Herr Löhr wohl erste Erfolge im Unterdrücken der Meinungsäußerung auf seinem Karriereweg verbuchen können. In Ungarn, der Türkei, Weißrussland geht man mit Kritikern ganz anders um! Aber Erdowahn, Lukaschenka und wie sie alle heißen, haben ihre Karriere auch mal klein angefangen. Den Namen Löhr wird man sich merken müssen.

Im September meldet unsere Tageszeitung: Versuchter Aufbruch eines Geldautomaten im Foyer der Hauptpost. Hauptpost? Wo ist die denn? Die Angestellten behaupten doch neuerdings, sie wären Bänker – falls man sie mal zwischen Betriebsversammlung, kaputter Heizung oder anderen Schließungsgründen an ihrem Arbeitsplatz antrifft. Aber ja, das Gebäude ist für Schwerter immer noch die Hauptpost, auch wenn es inzwischen nur noch eine Postbankfiliale ist, bei der man auch Briefmarken kaufen kann.

Vor dem altehrwürdigen Postgebäude steht ein Kriegerdenkmal – älter als das Gebäude selbst hütete es bis zu seiner Restauration ein Geheimnis. Der mächtige Adler ist nämlich nicht aus Bronze, sondern hohl wie ein Schoko-Osterhase und aus einer Art frühem Plastik. Das stellten die Restauratoren fest, als sie merkten, dass der Adler leichter ist als gedacht und verdächtig hohl klingt, wenn man klopft. In vier Metern Höhe kam man vorher nicht ran.

Statistisch ist die Schwerter Bevölkerung recht alt – aber Obacht, unsere Alten sind agil. Im September schlägt ein 86-jähriger mit seinem Krückstock auf einen 25-jährigen ein, dessen Roller so laut ist, dass er ihn auch ohne Hörgerät hört. Doppeltes Pech für den 25-jährigen: bei der Gelegenheit stellten die herbeigerufenen Polizisten fest, dass er keinen Führerschein besaß und die Krawallkiste nicht zugelassen war. Auch ein 89-jähriger Schwerter ließ sich nichts gefallen. Mit Fausthieben schlug er zwei junge Diebe in die Flucht, die ihn am hellichten Tage an einem Geldautomaten bestehlen wollten.

Aus Tieren kann man Untiere machen, aber aus Kosten keine Unkosten – das habe ich so in der Schule gelernt. Warum versuchen Politiker und Bänker eigentlich immer mit Wortschöpfungen Tatsachen weich zu spülen: Negativzinsen ist eine solche Wortschöpfung, denn es gibt sie nicht, es sind schlicht Bankgebühren. Genauso, wie Minuswachstum – ein Lieblingswort von Altkanzler Kohl und seinen Kumpels schlicht Schrumpfung bedeutet. Nun hat unser Kämmerer bei der Sitzung zum Haushaltsentwurf auch eine Wortschöpfung präsentiert: Negatives Eigenkapital – ich würde sagen, das sind Schulden!.

Warum sind die Dänen so glücklich? Weil sie sich nicht so auf der Pelle hocken wie wir! Denn wo es Nachbarn gibt, da gibt es auch Nähe und Nähe kann zu Konflikten führen. In Wandhofen muss nagelneues Bau- und Dämmmaterial entsorgt werden, weil dem Nachbarn der Umbau des Nachbarhauses zwei Zentimeter zu hoch ist. Das Hospiz hat eine teure und langwierige Klage am Hals, weil ein Nachbar sich durch den ständigen Anblick der Leichenwagenkonvois gestört fühlt und im Schicht 14 kaufte sich ein Nachbar extra einen Hochentaster, um am langen Arm und ohne Hausfriedensbruch zu begehen beim Nachbarn einen Baum zu fällen.

Die Gärten der Nachbarn in Ergste werden schon seit Jahren immer mal wieder von Wildschweinen heimgesucht. Kommt jetzt demnächst auch noch ein Wolf dazu? Im Kreis Unna wurde mit einer Fotofalle ein Wolf gesichtet. War er auf der Durchreise oder suchte er nach einem geeigneten Zuhause? Wenn er nur auf der Durchreise war, wohin wollte er von Werne aus? Zeitgleich ist es der Försterei ein Dorn im Auge, dass in der freizeittechnischen Diaspora der Coronazeit Kleinstabenteuer in Mode kommen – mal eine Nacht im Wald verbringen ohne Lagerfeuer und Zelt. Ein Schelm dem der fotografierte, abschreckende „Wolf“ etwas kurzbeinig vorkommt.

Murmeltiertag – diesmal also „technische Störung“! Die handschriftlichen Zettel an der Tür der Hauptpost sind ein schon fast vertrauter Anblick: Mal „aus betrieblichen Gründen“, mal „Heizung defekt“, mal „Stromausfall“ und immer wieder „Betriebsversammlung“. Gut, dass unsere „Hauptpost“ nur eine von mehreren Postfilialen in Schwerte ist. Schwerer wiegt da schon, dass die Notfallpraxis des hausärztlichen Notdienstes so abhängig von der Technik ist, dass ein streikender Computer zur vorübergehenden Schließung führte.

Apropos Hauptpost: Als 1908 das Gebäude entstehen sollte, stand dort die Villa des Schwerter Amtsrichters Brügmann im Weg. Was tun? Die Villa wurde auf einen Umzugswagen verladen und Stück für Stück im Schicht 24 wieder aufgebaut! Weiß jemand wo? (Wird am Ende verraten)

Das hat uns in Schwerte doch noch gefehlt – oder? Ein Laden nur für Donuts! Guten Appetit.

Ganz kommen wir um das Thema Corona nicht herum, denn nicht nur unser Schichtfest und unsere regelmäßigen Nachbarschaftstreffen fallen seit 2 Jahren aus. Auch das Pannekaukenfest musste zum zweiten Mal ausfallen. Auch die Westhofener Nachbarschaften vertrauten nicht auf die heiße Kraft der Öfen und sagten die Sup-Peiter-Feiern ab. Den geschlossenen Kneipen wird das Bier sauer – dagegen gehen die Dortmunder Brauereien mit einem einfachen Trick an: Sie verlängern das Mindesthaltbarkeitsdatum von 6 auf 8 Monate.

War es ein Versehen oder Absicht, dass an der Hagener Straße auf einer Länge von 200 Metern nicht nur Unkraut gejätet, sondern gleich alle Bäume gefällt wurden? Wieder hat sich das Landesstraßenbauamt mit Ruhm bekleckert und versucht sich mit allerlei dummen Ausreden. Erst hieß es, es wäre ein Pflegeschnitt gewesen und als dieser sich als Radikalschnitt auf Bodenhöhe entpuppte, wurde auf den unfähigen beauftragten Dienstleister verwiesen. Kurzzeitig meinte die Landesbehörde sie wären es gar nicht gewesen. Mittlerweile redet man sich heraus, dass Schwerte das so gewollt hätte und jetzt ist mal wieder das Gericht am Zug.

Da hatte ein 21-jähriger wohl einen guten Tag, als er seine Führerscheinprüfung bestand. Denn kurz darauf schaffte er es in der Schwerter Innenstadt so flott die Kurve an der Hüsingstraße in den Nordwall zu nehmen, dass sein Auto in der Schaufensterscheibe des dm-Marktes landete. Vorher stieß er auch noch mit einem anderen Fahrzeug zusammen. Beide Fahrer mussten schwer verletzt in ein Krankenhaus gebracht werden. Ein weiterer Autofahrer wurde durch die umherfliegenden Schaufenstersplitter leicht verletzt.

Einige Schwerter hatten die Schützenkanonen am Mühlenstrang schon vermisst. Nach einigen Jahren hier am Mühlenstrang, Wind und Wetter ausgesetzt, mussten sie mal wieder ein wenig renoviert
werden. Diesmal mussten sie neue Räder bekommen, die fanden sich nach langer Suche in Bayern. Leider nagte der Holzwurm an den neuen, alten Rädern. Was tun? Erwin Lange, der die Kanonen
vor 9 Jahren schon einmal renovierte hatte eine pfiffige Idee: Er nahm die Räder mit zum Saunagang und nach einer Stunde bei 60 Grad, gab der Holzwurm auf.

Nun noch zum Sport: Wieder machte die Triathleten-Familie Krüger von sich reden. Die 22-jährige Katharina schaffte gleich bei Ihrem ersten 70.3 Ironman-Wettkampf im Profifeld die Qualifikation für die Weltmeisterschaft in den USA.

Kanufahren ist in Schwerte ein Sport mit langer Tradition, der unter Corona ziemlich zu leiden hat. Wettkämpfe finden so gut wie gar nicht statt und wenn ohne Publikum, auch wenn Kanuten Einzelkämpfer an der frischen Luft sind. Das ist vor allem für den Nachwuchs schade.

Erst eine durch Corona verpatzte Saison 2020, dann ein verspäteter Saisonbeginn 2021 – ebenfalls der Pandemie geschuldet und dann auch noch Hochwasser. Wie vor einigen Jahren schon einmal, fiel die Badtechnik des Elsebads dem Hochwasser zum Opfer. Ein Lichtblick für das ehrenamtliche Engagement des Elsebadteams war bei all dem, dass Thomas Wild das Verdienstkreuz am Band der Bundesrepulik Deutschland verliehen bekam.

So, das war‘s mal wieder. Dass unser nächstes Treffen noch in den Sternen steht, ist diesmal nicht Schuld der Corona-Pandemie. Nein, unser Treffpunkt die Eckkneipe „Kreuzeck“ hat geschlossen. Bubi hat am Rosenmontag den Zapfhahn hoch gedreht. Ganz in Rente geht er nicht, aber die Kneipe hat er geschlossen. Schließlich wollte er die Kneipe eh nur vorübergehend führen und daraus wurden dann 24 Jahre. Nun müssen wir uns einen neuen Treff suchen, was nicht einfach wird, denn das Kreuzeck war die letzte Eckkneipe im Schicht 24. Eure Ideen sind gefragt!

Lösung der Frage, wo die Villa vom Postplatz wieder aufgebaut wurde: Im Talweg, im Schicht 24!